- Jeder vierte Beschäftigte in Deutschland reicht regelmäßig Spesen außerhalb der Unternehmensrichtlinien ein; 10 Prozent nutzen dafür KI, um Belege künstlich zu erstellen.
- Mehr als ein Drittel der Befragten reicht Ausgaben noch immer manuell per E-Mail oder über Tabellen ein.
- Der geschätzte jährliche Wert nicht regelkonformer Ausgaben pro Beschäftigtem liegt in Deutschland bei 290 Euro.
„Die meisten Expense-Tools sind darauf ausgelegt, Ausgaben erst im Nachhinein zu prüfen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Finanzabteilung bereits im Korrekturmodus, verfolgt Belege nach und korrigiert Einreichungen, die idealerweise gar nicht erst hätten eingereicht werden sollen. Der intelligentere Ansatz besteht darin, den Prüfpunkt nach vorne zu verlagern: Richtlinien direkt in den Buchungsprozess integrieren, Belege mit Echtzeit-Kartendaten abgleichen und Compliance zum einfachsten Weg machen. Wenn ein System so aufgebaut ist, bleibt weniger Raum für Fehler, Einreichungen kommen sauberer an und die Finanzabteilung kann sich wieder auf Arbeit konzentrieren, die das Unternehmen tatsächlich voranbringt“, sagt Nikita Miller, Chief Product Officer bei Perk.
- Eine Grundlage schaffen, die nicht allein vom Beleg abhängt: 66 Prozent der deutschen Beschäftigten haben entweder keine Corporate Card oder arbeiten in Unternehmen, in denen Corporate Cards nur bestimmten Hierarchieebenen oder Funktionen zur Verfügung stehen. Wenn Unternehmen den Zugang zu Corporate Cards gezielt ausbauen, wird die Transaktion selbst zum Datensatz, und der Beleg bestätigt nur noch, was bereits systemseitig erfasst wurde.
- Hürden abbauen, die informelle Ausgleichslogiken fördern: 44 Prozent der deutschen Beschäftigten reichen kleine, legitime Ausgaben nicht ein, weil sich der Aufwand aus ihrer Sicht nicht lohnt. Solche nicht erstatteten Ausgaben sind mehr als nur ein Thema der Kostenerstattung: Sie zählen zu den häufigsten Gründen, warum Beschäftigte an anderer Stelle Spesen außerhalb der Richtlinien einreichen, als eine Art informeller Ausgleich.
- Proaktive Leitplanken in den Prozess integrieren: Die Einbindung von Firmenkarten in die Ausgabenarchitektur ermöglicht es, Unstimmigkeiten früher zu erkennen – idealerweise bevor eine Ausgabe entsteht. Ausgabenlimits begrenzen, wie viel einzelne Karteninhaber:innen ausgeben können, während Kategorie-Kontrollen bestimmte Ausgabenarten einschränken oder gezielt steuern.